Mit Naturheilkunde gegen Heuschnupfen

642606_Martin Gebhardt_pixelioAuch in diesem Frühjahr sehen sich Heuschnupfenpatienten aufs Neue mit den quälenden Symptomen der Autoimmunerkrankung konfrontiert. Laufende Nase und tränende Augen sind typische Anzeichen, die auf einen Heuschnupfen hindeuten. Bislang stellt neben der symptomatischen Behandlung durch Nasentropfen und Antihystaminika die Hyposensibilisierung für viele Betroffene die letzte Lösung dar. Dr. Anne Brettner aus dem Präventionsnetzwerk Bonn stellt nun eine alternative Therapie nach dem Naturheilkundeverfahren vor, die das Immunsystem von Grund auf kuriert.

bonn gesund: Bei der Therapie nach dem Naturheilkundeverfahren handelt es sich um eine gute Alternative zur bekannten schulmedizinischen Hyposensibilisierung sowie zur einfachen symptomatischen Behandlung mit Nasenspray & co. Auf welche Art und Weise erfolgt diese Immunisierung nach dem Naturheilkunde-Prinzip konkret?

Dr. Brettner: Zuerst erfolgt ein ausführliches Erstgespräch mit körperlicher Untersuchung des Patienten. Regulierende Maßnahmen zur Stabilisierung des Immunsystems erfolgen meist erst nach einer entsprechenden Blutanalyse. Ein bestehender Mikronährstoffmangel kann dabei erkannt und anschließend gezielt ausgeglichen werden. Da der Darm einen großen Teil des menschlichen Immunsystems darstellt, wird auch dieser nach vorangegangener Stuhluntersuchung, in die Therapie mit einbezogen und saniert. Ist eine homöopathische Therapie angezeigt oder erwünscht, erfolgt ein gründliches homöopathisches Erstgespräch (Anamnese), um nach den Gesetzen von Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, dem Patienten das ganz individuell auf ihn abgestimmte Arzneimittel zu verabreichen. Dieses soll die „Dynamis“ (Lebenskraft) des Patienten stärken. Zusätzlich empfehle ich oft noch eine Eigenbluttherapie, Akupunktur oder Hypnose als Begleit- und/oder Einzeltherapie.

bonn gesund: Das Prinzip ist also dementsprechend eine Sanierung des Körpers von Grund auf, da das Immunsystem – wie wir heute wissen – von verschiedenen wichtigen Faktoren wie dem Darm und der seelischen Verfassung des Patienten abhängig ist. Als wie hoch bewerten Sie die Erfolgschancen dieser Therapieform?

Dr. Brettner: Aus eigener Erfahrung habe ich in den Jahren als niedergelassene Ärztin zumeist eine Verbesserung der akuten Symptomatik, als auch eine Behebung der chronischen Symptome in meiner Praxis erleben dürfen.

685146_günther gumhold_pixeliobonn gesund: Was sind letztendlich die Vor- und Nachteile gegenüber der herkömmlichen schulmedizinischen Therapie?

Dr. Brettner: Als ganzheitlich arbeitende Ärztin kann ich von Fall zu Fall entscheiden, ob es sinnvoll ist, rein schulmedizinisch, kombiniert oder ausschließlich naturheilkundlich zu therapieren. Während besonderer Lebenssituationen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft und Stillzeit, kann es durchaus von Vorteil sein, mit rein naturheilkundlichen und homöopathischen Arzneimitteln zu therapieren, da in der Regel keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten, die Mutter und/oder Kind schädigen könnten.

Generell ist die naturheilkundliche, sowie homöopathische Therapieform sehr sanft, sehr gut verträglich und meist tief regulierend, sodass mehr erreicht wird, als nur ein Verschwinden der Symptome. Im günstigsten Fall wird der Patient von seinem Leiden befreit und geheilt.

bonn gesund: Die gängige Hyposensibilisierung wird meist im Herbst und im Winter begonnen. Ist die Therapie nach dem naturheilkundlichen Verfahren ebenfalls saisonabhängig oder zu jeder Zeit möglich? Ist ihre Anwendung auf eine bestimmte Patientengruppe beschränkt?

Dr. Brettner: Eine naturheilkundliche sowie homöopathische Behandlung eignet sich für Jung und Alt, also vom Babyalter bis ins hohe Lebensalter hinein.

Bevorzugt beginnt man eine Therapie im symptomfreien Intervall und unterstützt das Immunsystem schon vor der ,allergischen‘ Saison; aber auch eine akute Behandlung bei schon bestehenden Symptomen ist natürlich möglich und auch sinnvoll.

bonn gesund: Vielen Dank für das informative Gespräch, Dr. Brettner. Und wir wünschen allen Betroffenen eine baldige Genesung!

Kontaktdaten:
Brettner_Anne Dr-049Dr. Anne Brettner
Ellesdorfer Str. 39
Webseite: www.annebrettner.de
Tel.: 0228 – 350 48 64

 

 

Quelle: bonn gesund
Bildnachweis: Martin Gebhardt/pixelio.de (Pusteblume), Günther Gumhold/pixelio.de

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