Regeln für den Allergieschutz bei Kleinkindern

541359_JMG_pixelioAuf Basis einer der weltweit größten Studien (GINI) zum Thema Allergieschutz geben Experten Antworten auf Ernährungsempfehlungen. Denn bereits Schwangere fragen sich, was sie essen können, um ihr Kind vor Allergien schützen zu können. Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe stellt die drei wichtigsten Ernährungsempfehlungen vor.

Erstens: Keine Kompromisse bei der Säuglingsmilch
Für allergiegefährdete Kinder gilt: Konsequent hypoallergene Ernährung von der ersten Mahlzeit an trägt entscheidend dazu bei, insbesondere das Neurodermitisrisiko zu senken. Idealerweise wird das Kind während dieser Zeit voll gestillt. Mütter, die mit dem Stillen nicht zurechtkommen oder nicht genug Milch haben, sollten auf studiengeprüfte hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) zurückgreifen. Die amerikanische Allergie-Fachgesellschaft AAAA&I empfiehlt konkret zwei HA-Nahrungen, die diese Anforderungen erfüllen.

Zweitens: Entwarnung für die werdende und stillende Mutter
Schwangeren und stillenden Müttern wird empfohlen, weitgehend normal zu essen. Sie dürfen auch Nahrungsmittel mit allergenem Potenzial zu sich zu nehmen, sofern sie diese selber vertragen. Neben Kuhmilch und Eiern sind auch Weizen, Soja, Nüsse sowie Fisch erlaubt und erwünscht. Denn es gibt keine Belege dafür, dass es in Sachen Allergievorbeugung etwas nützt, darauf zu verzichten. Im Gegenteil: Wenn wichtige Nahrungsmittel wie Milch oder Eier in der täglichen Ernährung fehlen, besteht das Risiko einer Mangelernährung.

Drittens: Beikost gern auch mit Fisch und Eiern
Babys ab dem vollendeten vierten, spätestens ab dem sechsten Lebensmonat sollten nach Meinung der Wissenschaftler Beikost bekommen. Wenn das Kind bereits ein paar Nahrungsmittel kennengelernt hat und verträgt, sollten Eltern nach und nach auch potenziell allergene Lebensmittel einführen. Die Studienergebnisse weisen darauf hin, dass diese Vorgehensweise sogar schützt. Lediglich das Glas Kuhmilch gehört erst nach dem ersten Lebensjahr auf den Speiseplan.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind in kompakter Form in der kostenfreien Broschüre „Allergieprävention und Ernährung“ zusammengefasst. Sie kann hier bestellt werden.

Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Bildnachweis: JMG/pixelio.de

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