Mit Kaffee gegen das Vergessen

coffee-14662_640So schmeckt der Kaffee oder Tee am Morgen gleich viel besser: Wie Forscher an der Uni Bonn feststellten, zeigen Koffein-Konsumenten im Alter bessere Gedächtnisleistungen und haben ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken.

Die Ursache für Alzheimer und Abbau der Gedächtnisleistung sind Eiweißablagerungen, die die Kommunikation der Nervenzellen im Gehirn stören. Bisher lässt sich dies durch keinen erforschten Wirkstoff verhindern. Umso wichtiger sind die Ergebnisse um das Forscherteam von Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn und Dr. David Blum von der französischen Universität Lille. Mithilfe der Forschungsergebnisse lassen sich neue Medikamente entwickeln, die die Eigenschaft des Koffeins imitieren.

Koffein blockiert verschiedene Rezeptoren im Gehirn, die sonst von Adenosin aktiviert werden. Daher haben sich die Forscher darauf konzentriert, Adenosinrezeptoren zu blockieren und die Auswirkungen zu dokumentieren. Es zeigte sich, dass bei Mäusen, deren Rezeptoren blockiert wurden, sich weniger Eiweiß ablagerte und bei Gedächtnistests deutlich bessere Ergebnisse zeigten.

Bis zur Zulassung eines neuen Medikaments muss man sich aber noch in Geduld üben, da weitere klinische Studien folgen.

Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V.
Bildnachweis: pixabay

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