Medikamenten und ihr Verfallsdatum

336969_Dr  Klaus-Uwe Gerhardt_pixelioÜber die Zeit häufen sich Hustensaft, Kopfschmerztabletten und viele weitere Medikamente im Haushalt an. Doch wie lange kann man die Medikamente unbedenklich verwenden? Fünf Tipps zur Haltbarkeit und Entsorgung alter Präparate hat die Landesapothekerkammer Brandenburg zusammengestellt.

 

Tipp 1: Haltbarkeit bedeutet Haftbarkeit
Das Verfallsdatum auf der Verpackung beruht auf statistischen Daten und gibt an, wie lange der Hersteller maximal für die Wirksamkeit und Verträglichkeit des jeweiligen Mittels haftet.

Tipp 2: Abgelaufene Medikamente bergen Gefahren
Auch wenn Medikamente mit dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht sofort unwirksam werden, sollte man sie dennoch nicht mehr verwenden. In einigen Fällen, wie etwa bei manchen Antibiotika oder Codein-Säften, können schädliche Abbauprodukte entstehen. Auch bei Flüssigkeiten wie Nasensprays oder Augentropfen sollten sowohl das Verfallsdatum als auch die Aufbrauchsfrist grundsätzlich beachtet werden. Ist die Packung erst einmal geöffnet, können sich Bakterien und Pilze in wässrigen Flüssigkeiten besonders rasch vermehren und Infektionen auslösen.

Tipp 3: Vor der Verwendung genau hinschauen
Überlagerte Tabletten können fleckig werden, Dragees an Farbe verlieren und rissig werden. Flüssigkeiten bilden möglicherweise Bodensatz oder flocken aus. Salben oder Cremes können ranzig werden und sich in ihre Bestandteile auftrennen. Auch individuell in der Apotheke angefertigte Arzneimittel haben begrenzte Haltbarkeiten. In manchen Rezepturen wird sogar auf Konservierungsstoffe verzichtet.

Tipp 4: Haltbarkeit lässt sich beeinflussen
Medikamente werden häufig im Bad gelagert – ein denkbar ungünstiger Ort, denn schwankende Temperaturen und zu hohe Luftfeuchtigkeit lassen sie schneller verderben. Optimal für die Haltbarkeit ist eine kühle, trockene und dunkle Umgebung, wie etwa im Schlafzimmer.

Tipp 5: Alte Medikamente richtig entsorgen
Unabhängig davon, ob sie abgelaufen sind oder nicht, müssen nicht mehr benötigte Arzneimittel sachgerecht entsorgt werden. Die meisten Apotheken nehmen Altmedikamente kostenlos entgegen und führen sie einer gesicherten Entsorgung zu, damit sie nicht in Kinderhände oder ins Grundwasser gelangen können.

Quelle: Landesapothekerkammer Brandenburg
Bildnachweis: Dr Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de

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